Cronjob… krieg ich da Geld für?

Zuerst die schlechte Nachricht: ein Cronjob ist keine gutbezahlte Anstellung.

 

Stattdessen ist ein Cronjob das Standardwerkzeug für zeitlich geplante Aufgaben in der Unix-Welt. Um Cronjobs zu nutzen müssen Sie ggf. das entsprechende Paket nachinstallieren. In Ubuntu ist cron schon integriert, in Arch Linux z.B. muss noch cronie nachinstalliert werden und als Systemdienst aktiviert werden.

systemctl enable cronie # aktiviert den Service lediglich 
systemctl start cronie # startet den Service manuell

Hat man Cron aktiviert, ist die Verwendung denkbar einfach. Entweder Sie verlinken das regelmäßig auszuführende Programm oder Skirpt in einen der vordefinierten Ordner

/etc/cron.daily

/etc/cron.hourly

/etc/cron.monthly

/etc/cron.weekly

oder Sie erstellen eine genauere Definition mittels crontab.

Mittels crontab -l  erhalten Sie eine Übersicht über alle akutell eingetragenen cronjobs. Um alte Einträge zu ändern / löschen oder neue hinzuzufügen führen Sie crontab -e aus.

Die Einträge werden nach folgendem Muster verfasst:

<Minute> <Stunde> <Tag> <Monat> <Wochentag> <Programm/Skript>

Einige Beispiele:

# täglich um 06:40 Morgens
40 6 * * *         command

# alle zwei Stunden zu Stundenbeginn
0 */2 * * *        command

# alle zwei Stunden zwischen 23 und 07 Uhr, sowie um 08 Uhr Morgens
0 23-7/2,8 * * *   command

# täglich um 08:30, 12:30 und 16:30 Uhr
30 8,12,16 * * *   command

# um 11 Uhr morgens am Neunten eines Monats, sowie jeden
# Montag, Dienstag und Mittwoch
0 11 9 * 1-3   command

# Jeden Montagmorgen um 9 Uhr
0 9 * * mon        command

# um 04 Uhr morgens am ersten Januar
0 4 1 jan *        command

Im letzten Artikel habe ich z.B. ein Skript für ein automatisches Backup vorgestellt. Soll dieses z.B. zur Mittagspause und zum Feierabend laufen, und zwar nur Wochentags sähe der Eintrag folgendermaßen aus:

0 13,18 * * 1-5 /home/arne/.backup/backup.sh

 

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