Upgrade MacPro 5,1

In diesem Artikel soll es um die Aufrüstung eines MacPro 5,1 gehen.

Nur, weil das Gerät Baujahr 2010 ist, gehört es noch lange nicht zum alten Eisen. Die ursprüngliche Konfiguration bestand aus zwei Intel Xeon Quadcores mit je 2,4Ghz. Diesen zur Seite standen eine 1TB Festplatte, 8GB DDR3 Ram sowie eine ATI HD5770. Selbst in dieser Konfiguration ist der Mac auch heutzutage noch als ‚leistungsstark‘ einzuordnen. Da dieses spezielle Gerät allerdings für aufwendige und lange andauernde Berechnungen genutzt wird, war ein Upgrade nötig.

Folgendes wurde aufgerüstet:

 

  • 2x Quadcore @2,4Ghz -> 2x Hexacore @3,3Ghz
  • 8GB DDR3 Ram -> 96GB DDR3 ECC Ram
  • USB 3.0 nachgerüstet
  • ATI R9 390 8GB Grafikkarte nachgerüstet
  • SSD nachgerüstet

 

CPU-Upgrade:

Generell akzeptiert der Mac jegliche CPUs mit Sockel 1366. Da es sich um ein Dual-Sockel System handelt, müssen jedoch CPUs verwendet werden, welche die 2CPU-Konfiguration unterstützen. Die Wahl fiel daher auf zwei Xeon X5680 Hexacores. Diese sind inzwischen gebraucht recht günstig zu erwerben und liefern mit 6 Kernen à 3,3Ghz ordentlich Leistung. Der Tausch der CPUs läuft ab wie bei einem normalen PC, die Kühlermontage ist beim allerdings Mac etwas umständlicher. Der Wechsel von 8 Kernen mit 2,4Ghz auf 12 Kerne mit 3,3Ghz verdoppelt die CPU-Leistung.

 

Ram-Upgrade:

Der Mac verfügt über 8 DDR3 Slots, welche Riegel mit einer Kapazität von maximal 16GB pro Riegel aufnehmen können. Theoretisch wären also sogar 128GB möglich, jedoch nutzt macOS mit einem MacPro5,1 nur maximal 96GB. Dazu kommt, dass die verbauten CPUs den Speicher im Tripple-Channel ansprechen, sprich 3 statt 4 Riegel pro CPU besser und schneller nutzen können. Verbaut wurden 6x16GB DDR3 registered ECC Riegel.

 

USB3.0-Nachrüstung:

Im Ursprungszustand unterstützt der Mac kein USB3.0, was nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Abhilfe schafft eine PCIe-Erweiterungskarte, welche von macOS unterstützt wird. Die Wahl fiel hier auf eine Inatek-Karte mit Frisco-Logic USB3-Controller. Diese stellt 4 USB3-Ports zur Verfügung und funktioniert mit macOS ohne weiteres zutun einwandfrei.

 

Grafikkarten-Upgrade:

Die original verbaute HD5770 gehört inzwischen auch nicht mehr wirklich zu dem, was man eine High-End Grafikkarte nennen würde. Eine Ati R9 390 8GB schon eher. Damit diese mit dem Mac funktioniert, wurden zwei der 4 internen Festplattenslots zugunsten der Stromversorgung geopfert. Zudem kommt ein spezieller Bootloader zum Einsatz, da macOS die Apple-fremde Karte sonst nicht akzeptiert. Die neue Karte ist etwa 6x so schnell wie die ursprüngliche 5770, dies macht sich deutlich bemerkbar.

 

SSD-Nachrüstung:

In einem aktuellen Computer darf eine SSD nicht mehr fehlen, so auch nicht in Diesem. Die Nachrüstung gestaltet sich denkbar einfach: die SSD wird auf einen Adapter-Einschuber für die originalen Festplatten montiert und einfach statt einer Festplatte in den Mac gesteckt. Danach wird das System von der Festplatte geklont oder aus einem Backup auf die SSD wiederhergestellt. Eine SSD bringt in jedem System vor einen spürbaren Geschwindigkeitsvorteil.

 

Kosten:

Wäre es nicht billiger gewesen, einfach einen neuen, schnelleren Mac zu kaufen? Nein.

CPUs: 400€

Ram: 400€

Grafikkarte: 300€

SSD (525GB): 140€

USB3-Karte: 30€

weitere Adapter und Kabel: 50€

Montage und Einrichtung: 200€

 

Summe: 1520€

 

 

Das ist eine Stange Geld, wenn man nun allerdings auf der Apple-Seite ein vergleichbar starkes Gerät konfiguriert, also einen MacPro 6,1 mit 12-Kern CPU, 64GB Ram, 256GB SSD, Dual Ati FirePro D500 steht ein Preis von 9639 € am Ende auf der Rechnung. Das Upgrade des ‚alten‘ MacPros ist also sehr kosteneffizient im Vergleich zu einer Neuanschaffung.

 

Sollten Sie auch Interesse an einem Upgrade ihres MacPros haben, sprechen Sie mich an. Bei weiteren Fragen zu diesem Artikel nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion.

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